Was ist die VOB eigentlich?
Die Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen (VOB) ist das Standardwerk im Bauhandwerk. Sie regelt, wie Aufträge vergeben werden und wie Werkverträge ablaufen.
Für Handwerksbetriebe ist die VOB Teil B besonders wichtig – sie enthält die Haftungsregeln, die automatisch gelten, wenn sie vertraglich vereinbart wurde.
Kritische Klauseln für Handwerker
Nicht jede VOB-Klausel ist problematisch, aber einige können Ihren Betrieb finanziell belasten, wenn Sie nicht aufpassen:
- Nachbesserungspflicht – Sie müssen Mängel auf eigene Kosten beheben, auch wenn sie klein sind.
- Gewährleistung – 4 Jahre bei Bauleistungen, das ist eine lange Zeit.
- Bauabnahme und Abrechnung – Verzögerungen können zu finanziellen Einbußen führen.
- Vertragsstrafen – vereinbarte Strafen bei Verzögerung können erheblich sein.
Wie die VOB Ihre Versicherung beeinflusst
Viele Betriebshaftpflicht-Policen schließen Schäden aus, die durch vertraglich übernommene Haftpflichten entstehen – also genau die Klauseln der VOB. Das bedeutet: Wenn Sie über die gesetzlichen Haftungsregeln hinausgehende Pflichten übernehmen, kann Ihre Versicherung den Schaden ablehnen.
Die Lösung: Eine Betriebshaftpflicht, die auch vertraglich übernommene Haftpflichten abdeckt. Das ist im Handwerk essenziell.
Was Sie tun können
Prüfen Sie Ihre Verträge: Welche VOB-Klauseln sind vereinbart? Und prüfen Sie Ihre Versicherung: Greift sie, wenn es um VOB-bedingte Schäden geht?
Wenn Sie sich nicht sicher sind, lassen Sie Ihre Struktur kostenlos prüfen. Ein spezialisierter Experte kann Ihnen sagen, ob Ihr Betrieb bei VOB-Projekten ausreichend geschützt ist.
